Gesprächskreise 2012

Gesprächskreis 1
Rohstoff und Energie

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Mario Schneider
Agenturleiter demea
Deutsche Materialeffizienzagentur
Markus Lötzsch
IHK Nürnberg für Mittelfranken
Hauptgeschäftsführer
Dr. Hans Joachim Bock
Geschäftsführer
Schlenk Metallic Pigments GmbH

Im produzierenden Gewerbe stellen die Materialkosten mit ca. 45% den größten Kostenfaktor dar. Rund 20% betragen die Personalkosten und ca. 4% die Energiekosten. Die Steigerung der Rohstoffeffizienz ist deshalb für die einzelnen Betriebe ein wichtiges Handlungsfeld. Neben der Energiewende brauchen wir zukünftig eine Rohstoffwende. Der BDI hat dieses Thema bereits 2005 im 1. Rohstoffkongress aufgegriffen. Insbesondere führt die starke Nachfrage zu Versorgungslücken und erheblichen Preissteigerungen. Aufgrund der Finanzkrise haben viele Investoren die Rohstoffe als Spekulationsobjekte entdeckt und sorgen dadurch für volatile Märkte. Die Verringerung des Ressourcenverbrauchs, verbessertes Recycling und Einsatz von Sekundärrohstoffen sowie die Substitution von Rohstoffen stellen drei wichtige Handlungsstrategien dar. Die Erfahrung zeigt, dass in vielen Unternehmen im Bereich der Materialwirtschaft und in den Produktionsprozessen noch erhebliche Einsparpotenziale schlummern, die mit geringem Aufwand erkannt und erschlossen werden können. Die Amortisationszeiten liegen in der Regel im Bereich von wenigen Wochen oder Monaten. Dies soll im Gesprächskreis durch Praxisbeispiele veranschaulicht werden.

Gesprächskreis 2
Geschäftsführerhaftung

In diesem Gesprächskreis soll u.a. erörtert werden, wo Haftungsgefahren für Geschäftsführer lauern und wie damit umgegangen werden kann.

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Dr. Thomas Wax
Rechtsanwalt
Prof. Dr. iur. Hartmut Mohr
FOM Hochschule für
Oekonomie & Management,
Nürnberg
Burkhard Krüger
Rechtsanwalt
R+V Versicherung AG

GmbH-Geschäftsführer haben ein hartes Leben. Sie haben in Angelegenheiten der GmbH die Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmannes anzuwenden. Der Idealtyp eines ordentlichen Geschäftsmannes kennt alle einschlägigen Vorschriften, die zum Unternehmensgegenstand der GmbH gehören, und macht keine Fehler. Daher trifft ihn auch keine Haftung. Aber wer hat schon alle rechtlichen Risiken im Griff oder abgesichert? Grosse Gesellschaften verfügen über ein spezielles Risikomanagementsystem und eine Compliance-Abteilung. Mittelständische GmbHs können sich das nur selten leisten. Behörden, Lieferanten und Kunden nehmen in Haftungsfällen kaum Rücksicht darauf, dass in der Praxis betriebswirtschaftliche Fragestellungen oftmals Vorrang haben. In der Rechtsprechung zeichnet sich zudem eine deutliche Tendenz ab, die Verantwortlichkeit und die Haftung von Geschäftsführern immer mehr auszuweiten und Handelnde zunehmend persönlich in Anspruch zu nehmen.

Gesprächskreis 3
Fachkräftesicherung. Strategien für Unternehmer

Fachkräftesicherung ist eine zentrale Herausforderung für die Wirtschaft: Allein in Bayern werden im Jahr 2015 rund 520.000 Arbeitskräfte fehlen werden, bis 2030 wird deren Zahl auf 1,1 Millionen angewachsen sein. 

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Peter Oberst
Personalleiter
Richard Bergner Holding
GmbH & Co. KG
RA Marc Hilgenfeld
Kommissarischer Geschäftsführer
Mittelfranken | vbw


Volker Falch
Diplom-Ökonom
Bildungswerk der Bayerischen
Wirtschaft (bbw)

Die größte Lücke auf dem Fachkräftemarkt wird sich neben dem Gesundheitswesen vor allem in den sogenannten MINT-Berufen ergeben, also in der Bereichen Mathematik, Ingenieurwesen, Naturwissenschaft und Technik.

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. und die Arbeitgeberverbände der bayerischen Metall und Elektro-Industrie bayme vbm haben deshalb das Aktionsprogramm Fachkräftesicherung „Wir für Bayern“ aufgelegt. Fünf Handlungsfeldern u. a. zur Qualifizierung sind zahlreiche Initiativen und Programme zugeordnet, die die Fachkräftesicherung für die Unternehmen in Bayern voranbringen.

Gesprächskreis 4
Komponenten einer nachhaltigen Unternehmensführung

Wie werden Strategie, Finanzierung, Human & Social Capital, Integrated Reporting und Steuern in Familienunternehmen gelebt. Dies ist Gegenstand des Gesprächskreises.

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Prof. Dr. Christian Schmidt
Niederlassungsleiter Nürnberg
und Partner Deloitte
Prof. Dr. Michael A. Popp
Vorstandsvorsitzender
Bionorica SE
Marco See
Leiter Wirtschaftsprüfung
Mittelstand Nordbayern
und Partner Deloitte

Vor dem Hintergrund hoher Volatilitäten der Märkte, kaum prognostizierbarer Beschaffungspreise und Wechselkurse und erheblicher politischer Risiken ist nachhaltiges Wirtschaften unabdingbar für das erfolgreiche Fortbestehen deutscher mittelständischer Unternehmen. Die Erfolgsgeschichte des Neumarkter Unternehmens Bionorica zeigt deutlich, dass die alleinige Fokussierung auf quantitative Ziele und Kennziffern für eine wertorientierte Unternehmensführung nicht mehr ausreicht. Das Familienunternehmen zählt mittlerweile zu den erfolgreichsten Herstellern von pflanzlichen Arzneimitteln weltweit. Zur nachhaltigen Unternehmenssicherung bedarf es jedoch der Integration und Vernetzung wichtigster Komponenten.

Gesprächskreis 5
Nachfolge im Wandel der Zeit? Wie die junge Unternehmergeneration alte Werte neu bestimmt.

Nachfolger sollen möglichst aus dem Kreis der Familie kommen. Unternehmerkinder werden somit bereits frühzeitig auf eine führende Tätigkeit im Unternehmen ausgerichtet und entwickeln nur eingeschränkt individuelle Zukunftspläne. Deutlich mehr Söhne als Töchter treten die Nachfolge an.

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Dr. Daniela Jäkel-Wurzer
FAMILIENWERTE GmbH
Marcel Megerle
Weissman & Cie. GmbH & Co. KG

Es liegt noch nicht weit zurück, dass Grundsätze dieser Art gewissermaßen selbstverständlich zum Repertoire der Generationenwechsel in deutschen Familienunternehmen zählten. Es schien, als ob Unternehmerfamilien angesichts gesellschaftlicher Entwicklungen wie Mobilität, Individualisierung und Gleichstellungsbewegungen verstärkt ihre eigenen Regeln bestimmen, um ein stabiles Miteinander von Familie und Unternehmen zu erhalten.

Nun zeichnen jüngste Studien ein beachtliches Bild einer selbstbewussten jungen Unternehmergeneration, die bestehende Werte zwar ernst nimmt, aber nicht ungestaltet lässt. Nicht nur für Unternehmerfamilien eröffnen sich somit für die Nachfolge neue Perspektiven der Interpretations- und Gestaltungsmöglichkeiten, auch Unternehmensbegleiter müssen sich im Prozess des Generationenwechsels neuen Herausforderungen stellen.