Gesprächskreise 2011

Gesprächskreis 1
Fachkräftemangel. Vollbeschäftigung in Sicht - was nun?

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Dr. Patrick Adenauer
Präsident
DIE FAMILIENUNTERNEHMER - ASU
Robert Fauser
Geschäftsführer
vbw Bezirksgruppe Mittelfranken

Der demografische Wandel ist eine der zentralen Herausforderungen, vor der unsere Gesellschaft derzeit steht. Die Bevölkerung in Deutschland wird immer weniger und immer älter. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Im Jahr 2020 wird jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland älter als 50 Jahre alt sein. Die Unternehmen sehen sich zudem bereits jetzt einem zunehmenden Fachkräftemangel ausgesetzt, der sich in Zukunft noch weiter verschärfen wird. Im Moment können fast 100.000 Stellen in Ingenieurberufen, im IT-Bereich sowie im Gesundheits- und Sozialwesen nicht besetzt werden. Die gesamtwirtschaftlichen Kosten des Fachkräftemangels schlagen mit jährlich fast 25 Mrd. Euro zu Buche. Im Jahr 2030 werden dem deutschen Arbeitsmarkt fast 5 Mio. Arbeitskräfte fehlen, wenn man nicht gegensteuert.

Die Lösung des Fachkräfteproblems ist eminent wichtig für unsere Volkswirtschaft. Nur so werden die Unternehmen international wettbewerbsfähig bleiben, können Wachstum und Wohlstand langfristig gesichert werden. Die Schließung der Fachkräftelücke kann nur durch einen breiten Mix an Maßnahmen erfolgen. Der Gesprächskreis „Arbeitswelt 2020 – Fachkräftemangel“ soll dazu dienen, mögliche Maßnahmen und Lösungsansätze zu diskutieren.

Die Moderation übernehmen Dr. Patrick Adenauer und Robert Fauser.

Gesprächskreis 2
Unternehmensnachfolge
Mein Weg zur Unternehmerin - eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge

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Marie-Christine Ostermann
Bundesvorsitzende
DIE JUNGEN UNTERNEHMER - BJU
Dr. Günther Kreuzer
Rechtsanwalt
Dr. KREUZER & Coll.

Das Thema „Unternehmensnachfolge“ markiert eine der großen Herausforderungen für Familienunternehmer. Es wird auch volkswirtschaftlich immer wichtiger. Eben weil es bei uns immer weniger Gründungen gibt. Aber „Nachfolge“ ist nicht nur ein Thema, das vom Erhalten eines Betriebes handelt. Es geht hierbei auch um positive Kontinuität. Also so etwas wie „Veränderung in der Bewahrung“. Es geht in aller Regel immer auch darum, eine „Tradition“, einen „Stil“, einen „Geist“ zu entwickeln, zu bewahren und weiterzugeben. Werte sind zu erhalten, indem man sie neu setzt. Aufbauend auf Bewährtem sind neue Wege zu beschreiten. Erhaltung und gleichzeitig Innovation sind zwei Seiten einer Medaille. Die spezifi schen Werte eines Unternehmens kann man gerade dann erhalten und weitergeben, gelingt es, sie von der Person des Gründers oder des aktuellen Firmenlenkers zu lösen.

Ist es erst gelungen, das Typische eines Unternehmens herauszuarbeiten, seine besondere Botschaft oder seine eigene Art der Marktbearbeitung ... dann ist die Nachfolge schon halb geschafft. Denn dann muss der Nachfolger nicht mehr ein „der Zweite“ werden, sondern kann versuchen, eine bestehende, abstrakte Idee mit seiner eigenen konkreten Persönlichkeit neu umzusetzen und mit neuen Inhalten zu füllen.

Marie-Christine Ostermann und Dr. Günther Kreuzer berichten über ihre Erfahrungen.

Gesprächskreis 3
Unternehmer & Politik
Was leistet die Politik für den Unternehmer?

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Albrecht von der Hagen
Hauptgeschäftsführer
DIE FAMILIENUNTERNEHMER - ASU
Sebastian Körber
MdB
FDP

Seit der Finanzkrise ist klar: Was wirklich zählt, ist Eigenkapital. Welche Konzepte bietet die Politik dazu? Hat sie als Wachstumspolitik mehr zu bieten als Sparpakete? Bleibt es beim steuerpolitischen Stillstand? Lohnkosten beeinflussen Standortentscheidungen – warum müssen Sozialversicherungen über Lohnkosten finanziert werden? Eigenkapital ist die beste Versicherung gegen Krisen. Eigenkapital im Unternehmen aufzubauen, hat viel mit guter Steuerpolitik zu tun. Deutschlands Bevölkerung schrumpft. Das bedeutet für die Unternehmer, dass die Nachfrage aus dem Inland geringer wird, dass immer weniger Fachkräfte nachwachsen, dass sich die Steuer- und Soziallasten auf immer weniger Schultern verteilen. In einem schrumpfenden Markt wird Wachstum immer schwieriger. Mit welchen Lösungen will die Politik Deutschland attraktiv halten?

Schulden kosten Wachstum. Wie kommen wir von unseren Schulden runter, wenn Europa zur Transferunion wird? Dank verständiger deutscher Gewerkschaften haben sich die Lohnstückkosten in Deutschland seit Einführung des Euro relativ verbessert. Aber die Sozialversicherungen verschlingen immer mehr vom Einkommen. Hier kann nur die Politik etwas verändern. Die rot-grüne Agenda 2010 hat Deutschland wettbewerbsfähiger gemacht. Was strebt die jetzige Koalition an?

Die Moderation übernehmen Albrecht von der Hagen und Sebastian Körber.

Gesprächskreis 4
Internationalisierung

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Alexander Fackelmann
Geschäftsführender Gesellschafter
der Fackelmann GmbH + Co. KG
Prof. Dr. Christian Schmidt
Steuerberater, Partner
Deloitte & Touche GmbH
Leiter Kompetenzzentrum IStR

Die fortschreitende Internationalisierung stellt immer mehr mittelständische Unternehmer vor große, neue Herausforderungen. Mit welchen Konzepten gelingt das „Going Global“? Wie nutzen Familienunternehmen ihre Chancen, und wie meistern sie die Risiken, um den Weg zu den Auslandsmärkten erfolgreich zu beschreiten? Eines ist in jedem Fall klar: zur weiteren Internationalisierung gibt es keine Alternative. Denn Auslandsmärkte wachsen – im Unterschied zum Binnenmarkt. Dass Deutschland hervorragend aus der größten Finanzkrise seit langem kam – besser als alle seine Nachbarn – ist der starken Exportorientierung zu verdanken, die Umsatzwachstum vor allem aus den Emerging Markets gewinnen konnte.

In der Expertenrunde soll unter anderen folgenden Fragen nachgegangen werden?
• Welche unterschiedlichen Internationalisierungsstrategien verfolgen die Unternehmen?
• Gibt es hierbei eine „Best Practice“?
• Wie setzt man ein geeignetes Internationalisierungskonzept unter Beachtung der fünf „Goldenen Regeln“ beim Going Global um?
• Welche gesellschafts- und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen und Optimierungsstrategien müssen beachtet werden?
• Wann machen Auslandsholdings Sinn?

Die Teilnehmer profitieren von den Erfahrungen des geschäftsführenden Gesellschafters eines renommierten international aufgestellten Familienunternehmens und des weltweit größten Beratungsunternehmens.